Konfliktlösungsmethode

Mediation

Nach § 1 Mediationsgesetz ist Mediation ein strukturiertes Verfahren, bei dem ein neutraler Dritter die Konfliktparteien zu einer von ihnen in eigener Verantwortung zu erarbeitenden Konfliktbeilegung führt.
Von den üblichen Vermittlungs- oder Vergleichsgesprächen unterscheidet sich die Mediationsverhandlung durch eine klare Verfahrensstruktur, die sich an den Erkenntnissen der Konflikttheorie orientiert und eine entsprechende Ausbildung erfordert (vgl. § 5 Mediationsgesetz).
Die entscheidende Besonderheit liegt aber darin, dass bei ihr die Parteien dazu gebracht werden, eine von den Vorgaben des objektiven Rechts losgelöste, an ihren subjektiven Wertvorstellungen und Bedürfnissen orientierte Lösung selbst zu erarbeiten. Gelingt dies, erzielen sie einen echten Konsens, bei dem es keinen Gewinner oder Verlierer gibt und die eingetretene Beziehungsstörung nachhaltig behoben wird.
Die Erfahrung zeigt, dass die Beteiligten oftmals Lösungen finden, an die zuvor niemand gedacht hat und die im gerichtlichen Verfahren niemals erzielt werden könnten.
Der Mediator achtet darauf, dass die Verhandlungen in einer kommunikationsfreundlichen, wertschätzenden, aggressionsfreien Atmosphäre stattfinden und dass er als beiden Konfliktparteien gleichermaßen zugewandter, neutraler Vermittler fungiert.